© DAV Gangkofen (Archivbild)

Westlich von Kelheim

Drei Naturschutzgebiete durchwandert

07.05.2023

Eine Gruppe der DAV Sektion unternahm gemeinsam mit einigen Mitgliedern der Bund Naturschutzgruppe Vilsbiburg eine naturkundliche Wanderung.

Unter Leitung des Naturschutzreferenten der Sektion, Förster Franz Blümel ging es zunächst in das sehr kleinflächige NSG Ludwigshain. Die Teilnehmer wanderten durch den circa 200-jährigen Bestand mit seinen mächtigen Eichen und Rotbuchen und den vielen stehenden und liegenden Totholzbäumen. Gerade diese machen den Ludwigshain für die Artenvielfalt so wertvoll, erklärte der Förster, da sie die Lebensgrundlage für viele, sehr selten gewordene Käferarten, Säugetiere, Vögel und auch Pilze sind.

Nach kurzer Autofahrt innerhalb des Hienheimer Forsts ging es in das erst seit wenigen Jahren ausgewiesene Naturschutzgebiet Hirschberg, mit seinen ausgedehnten Rotbuchenbeständen. Das Gebiet ist auch kulturhistorisch besonders interessant so Franz Blümel, da es vor circa 2500 Jahren wegen der vielen Erzvorkommen von den Kelten flächig durchschürft wurde. Donau und Altmühl schützten das dreieckige Gebiet von zwei Seiten. Die Westseite sicherten die Kelten durch einen hohen Wall, der von der Altmühl bis zum Donaudurchbruch bei Weltenburg reichte. Auf diesem Wall wanderten die Teilnehmer bis zum Kloster Weltenburg, wo man mit einer Zille die Donau überquerte.
Wegen der Brutzeit der Wanderfalken konnte die Gruppe den herrlichen Blick von den Kalkfelsen auf das Kloster leider nicht genießen. Nach einer gemütlichen Einkehr im Klosterbiergarten ging es südlich der Donau durch das Naturschutzgebiet Weltenburger Enge zurück nach Kehlheim. Dieses Naturschutzgebiet ist das älteste NSG in ganz Bayern, denn das Gebiet wurde bereits im Jahr 1840 durch König Ludwig I. unter Schutz gestellt.