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Chiemgau-Tour

.10. – 10.10.26 Von der Hochries über Spitzstein und Geigelstein zur Kampenwand

10.10.2026

Mittwoch, 7.10. Um halb Zwölf trafen Wanderleiter Reinhard Brückel und ich uns am Parkplatz der Kampenwandbahn mit unserer dritten Mitwanderin Helga aus Bamberg. 

Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen brachen wir zu unserer 4-tägigen Tour auf.  Zuerst führte unser Weg noch kurz durch Aschau ehe es auf steilem Weg im Wald hinauf zur Hof-Alm ging.

Ab hier führte der Weg über flaches Wiesengelände und dann nochmals steiler durch bewaldetes Gelände hinauf zum Hochries Gipfel (1569m).

Noch ein kurzes Wegstück und nach ca. 3 ½ Std. erreichten wir die Hochrieshütte.

Abends befragten wir besorgt unsere verschiedenen Wetter-Apps, da für Donnerstag Regen angekündigt war. Aber es schaute gar nicht so schlecht aus, der Wetterumschwung sollte erst so gegen 15.00 Uhr einsetzen. Bei zeitigem Aufbruch könnten wir bis dahin an unserem morgigen Ziel, dem Spitzsteinhaus, angekommen sein.                                                

Donnerstag, 8.10. Pünktlich um 8.00 Uhr saßen wir beim Frühstück, früher war leider nicht möglich. Da wir aber unsere Rucksäcke bereits gepackt hatten konnten wir um ca. 8.45 Uhr bei bewölktem, aber regenfreiem Wetter aufbrechen. Zuerst marschierten wir nochmals zum Hochriesgipfel von wo aus es erstmal bergab ging. Dann führte unser Weg bergauf, abwechselnd auf schmalen Steigen und breiteren Wegen. Vorbei an Predigtstuhl (1494m) und Klausenberg (1554m) gelangten wir zur Klausenbergalm, die leider seit Jahren nicht mehr bewirtschaftet ist und allmählich verfällt.

Weiter ging es Richtung Spitzstein (1596m), dessen Gipfel wir über den drahtseilversicherten Nordwandsteig, erreichten.

Da es bisher noch nicht regnete und uns nur noch ein kurzer Abstieg vom Spitzsteinhaus trennte, gönnten wir uns eine etwas längere Gipfelpause. Nach ca. 4 ½ Std. erreichten wir schließlich unser Nachtquartier. Etwa eine halbe Stunde nach unserer Ankunft setzte starker Regen begleitet von heftigen Windböen ein. Um so gemütlicher war es in der Gaststube zu sitzen und sich die Zeit mit Brett- und Kartenspielen zu vertreiben.

Freitag, 9.10. Nachdem es die ganze Nacht durchgeregnet hatte war es nun zwar leicht bewölkt, aber kein Regen.

Allerdings führte unser Abstieg Richtung Sachrang erst einmal durch Almwiesen und war ziemlich aufgeweicht und matschig. Schnell waren unsere Schuhsohlen mit einer dicken Matschschicht bedeckt, die wir immer wieder zu beseitigen versuchten. Später verlief der Weg durch den Wald und war steiniger, so dass sich nach und nach der ganze Dreck abrieb. Der Vorteil des nächtlichen Niederschlags war, dass wir etliche Feuersalamander zu sehen bekamen.

Nachdem wir das Dorf Sachrang durchquert hatten ging es auf der anderen Talseite bergauf. Erst auf einem kleinen Steig im Wald, dann ein gutes Stück auf der Forststraße ehe wir auf den Jägersteig abzweigten. Dieser führte kontinuierlich steil bergan und nach ca. 4 Std. erreichten wir unser Tagesziel, die Priener Hütte.

Da inzwischen die Sonne schien, wanderten wir, nach kurzer Pause, noch auf den Breitenstein (1606m) und den Karkopf (1510m).

Gegen 16:00 Uhr waren wir wieder auf der Hütte zurück, Zeit genug um sich nochmals mit Spielen die Zeit zu vertreiben. Ein kleiner Wehrmutstropfen war allerdings der Wetterbericht für den nächsten Tag. Mehrere über den Tag verteilte Regenschauer ließen nichts Gutes hoffen.

Samstag 10.10. Bereits kurz nach 8.00 Uhr brachen wir auf Richtung Geigelstein (1808m), noch war es nur bewölkt, kein Regen! Der Weg stieg steil bergan und führte das letzte Stück durch ein Latschenfeld. Am Gipfel angekommen machten wir wegen des drohenden Regens nur eine kurze Trinkpause und Fotopause

und wanderten zügig weiter zum Weitlahnerkopf (1615m). Von hier führte ein kurzer, drahtseilversicherter Steig abwärts,

später verlief der Weg durch Wiesengelände. Dieser Abschnitt war wegen des vorangegangenen Regens immer noch ziemlich matschig und rutschig. Aber zumindest hatten wir aktuell noch keinen Regen. Ein Stück oberhalb einiger Almen legten wir eine kurze Brotzeitpause ein, da es bereits 12.00 Uhr war. Kurz darauf, nachdem wir die Almen passiert hatten ging es wieder bergauf, Richtung Kampenwand.

Jetzt setzte auch kurzzeitiger, leichter Regen ein gegen den uns aber das dichte Blätterdach des Waldes, den wir inzwischen erreicht hatten, schützte.  Auf der Bergstation der Kampenwand angekommen wurde leider aus dem leichten Nieseln stärkerer Regen. Da aber Helga noch nie auf der Kampenwand war, wollte sie die Gelegenheit trotz Regen nicht ungenutzt lassen. Also wanderten Reinhard und sie an der Südseite der Kampenwand entlang bis zum Ostgipfel, den sie dann über einen drahtseilversicherten Steig erreichten.

Über die Kaisersäle führte ihr Weg dann hinunter zur Steinling-Alm und über den Panoramaweg zurück zur Bahnstation. Da ich selber schon öfters auf der Kampenwand war, verzichtete ich auf einen Gipfelanstieg im Regen und wanderte stattdessen um die Kampenwand herum zur Steinling Alm und den Panoramaweg zurück zur Bahnstation wo wir uns alle drei, einigermaßen durchnässt, wieder trafen. Ab ins Tal mit der Bahn, trockene Klamotten anziehen und im gut geheizten Auto ab nach Hause!

Trotz der Regeneinlage am letzten Tag war es eine sehr schöne Tour! Danke Reinhard fürs Planen, Organisieren und Durchführen.

 

Bericht: Christiane