Organisator und Leiter Otto Reimer hatte den Essinger Rundwanderweg 2 aus mehreren ausgeschilderten Rundwanderwegen ausgewählt. Da die Burgruine Randeck, im Mittelalter ein berüchtigtes Raubritternest der Barbonen von Abendsberg, und die Tropfsteinhöhle Schulerloch auf der ca. 10 km langen Rundtour liegen, ist für Abwechslung und Kurzweile gesorgt.
Vom Parkplatz aus führte unser Weg noch kurz durch den kleinen Ort Essing, doch bald im lichten Wald steil bergauf. Erstes Ziel nach ca. 260 Höhenmetern war die Burgruine. Ein kurzer Blick in das düstere, wenig einladende Burgverlies, ein Schwenk zur Zisterne und Ausblicke ins tiefer gelegene Tal der Altmühl, so schlenderten wir durch die Burganlage. Zu guter Letzt erklomm noch ein Teil der Gruppe die Treppen im gut erhaltenen Burgfried um von dessen Dach aus den herrlichen Panoramablick zu genießen.
Weiter führte unser Weg, auf der Höhe nun flacher verlaufend, zum Naturfreunde Haus, das wir zur Mittagszeit erreichten. Nach einer Stärkung wanderten wir weiter zum Schulerloch. Da bis zur nächsten Führung noch etwas Zeit blieb gönnten wir uns noch Kaffee und Kuchen. So gestärkt genossen wir eine interessante und informative Führung durch die Tropfsteinhöhle, welche im Winter zahlreichen Fledermäusen als Quartier dient. Aus diesem Grunde ist das Schulerloch von Anfang November bis Ende März geschlossen. Neben den üblichen Stalaktiten (von der Höhlendecke hängende Tropfsteine) und Stalagmiten (vom Boden empor wachsende Tropfsteine) gibt es hier auch sogenannte Becherstalagmiten. Diese entstehen, laut Info durch die Höhlenführerin, wenn von mehreren nahe beieinander gelegenen Stalaktiten Wasser auf dieselbe Stelle am Boden auftrifft. Dadurch entstehen dann nicht immer mehrere Stalagmiten sondern es bildet sich ein Rand der über viele Jahrzehnte hinweg immer höher wird und in dem sich das Wasser sammelt.
Im Anschluß an die Höhlenführung führte der Weg hinunter ins Tal und durch den Wald zurück zum Ausgangspunkt Essing. Eine landschaftlich reizvolle Wanderung an einem milden, sonnigen Frühlingstag die uns zeigte dass man nicht immer Richtung Alpenvorland fahren sollte, sondern seine „Wanderfühler“ durchaus auch mal in andere Gebiete ausstrecken sollte.
Dank an Otto fürs Organisieren und Taxidienst im Vereinsbus
Die Teilnehmenden: Elke S, Bernhard G, Resi B, Egon P, Uli und Edi K, Monika G, Elisabeth V, Marianne K, Christiane A,