© (DAV-Gangkofen) - Col de Valpelline (3557m).

Kleine Haute Route

eine Skidurchquerung in den Walliser Alpen

20.04.2026

Diese Kurzvariante der klassischen Haute Route beginnt in Arolla, führt an spektakulären Gletscherlandschaften und zwei Hütten vorbei und endet schließlich im legendären Zermatt.

1.Tag Mittwoch, 15. April

Schon die Vorbereitung für diese Skidurchquerung war spannend. Die Anreise in die Schweiz war für 6 Uhr morgens geplant. Weil zur selben Zeit das berühmte Skitourenrennen Patrouille des Glaciers mit weit über 4000 Teilnehmenden stattfand und daher die Zufahrt nach Arolla gesperrt war, fuhren sechs DAV´ler mit Organisator Max Altmannshofer und dessen rechter Hand - Michael Rettenbeck – nach Evolène im Bezirk Hérens. Dort wurde der Bus geparkt und für die erste Nacht eine einfache, aber schöne und typisch schweizerische Unterkunft bezogen. 

2.Tag Donnerstag

Nach einem leckeren Frühstücksbuffet stieg die Gruppe um 8 Uhr in den Postbus, um die Skidurchquerung in Arolla zu beginnen. Ca. 400 Höhenmeter ging es am Rand der Skipiste entlang, um dann am Pas de Chèvres, einem Gebirgspass auf 2854m, das erste Mal den wunderbaren Ausblick der auf die schweizer Bergwelt zu genießen. Über Stiegen und Leitern ging es spektakulär hinunter auf den Glacier de Cheilon, um von dort nach einem kurzen Gegenanstieg die erste Hütte Cabane de Dix auf beinahe 3000Hm zu erreichen. 

3.Tag Mittwoch

Um 6:30 Uhr war Aufbruch für die großartige Gletscheretappe. Zuerst wurde in das Gletscherbecken des Glacier de Cheilon abgefahren. Dort wurden die Felle aufgezogen und der Anstieg zum Pigne d'Arolla (3790) begann. Bei traumhaftem Wetter wurde der Gipfel erreicht und eine ausgiebige Brotzeit genutzt, um den Weg des nächsten Tages zu studieren. Nach einer herrlichen Firnabfahrt und einem kurzen Gegenanstieg war die Hütte Cabane des Vignettes (3160m) erreicht.

4. Tag Donnerstag

Die Nacht war kürzer, bereits um 6 Uhr wurde die Hütte beim ersten Tageslicht verlassen. Zuerst wurde der Pass Col de l'Evêque (3382m) erreicht, wo die ersten Sonnenstrahlen auf die Gruppe trafen. Eine schöne Abfahrt folgte, und der Zustieg zum Col du Mont Brulé (3213) begann. Schon von weitem sah man unzählige Bergsteiger, die am Fuße des Passes die Steigeisen anlegten und die Skier schulterten. Nach der nächsten Abfahrt begann der zunächst flache Anstieg zum Highlight dieser Durchquerung, dem Col de Valpelline (3557m). Atemberaubend zeigten sich Matterhorn, Dent d´Herens und viele weitere 4000er und bei Windstille genoss man die lange Pause in vollen Zügen.
Nun folgte die lange Abfahrt durch eine spektakuläre Gletscherlandschaft bis nach Zermatt. Hier endete die unvergessliche Durchquerung. Mit der Bahn ging es nach Täsch und nach einer Tagesetappe von über 9 Stunden feierte die Gruppe in einem Lokal die unvergesslichen Tage.

Vielen Dank an Max für die Organisation und sein schier endloses Wissen. Großer Dank auch an Michael, der mit seinem Orientierungssinn immer die besten Skiabfahrten durch die grandiosen Gletscher findet.

Bericht: Petra