KS Einführungskurs I | © DAV Gangkofen/Martin Götz_KS Einführungskurs I_3.Tag_KS Val del Ri_Auf der zweiten Seilbrücke

Klettersteig Einführungskurs I

Drei Tage auf Klettersteigen rund um Arco

17.06.2026

Der Einführungskurs fand zum ersten Mal am Gardasee statt. An unserem Stützpunkt in Unken war für das Wochenende nämlich Regen vorhergesagt worden. Aufgrund der längeren Anfahrt wurde der Kurs um einen Tag verlängert.

1. Tag: Anreise und Klettersteig Colodri

Die Autobahn war am Freitag überraschend frei. So ging es schnell nach Arco. Das Apartment, das für die nächsten drei Tage unser Stützpunkt sein sollte, lag genau auf dem Rundweg des Klettersteigs Colodri.

 

So starteten wir am frühen Nachmittag zu Fuß vom Apartment aus zum Einstieg des Klettersteigs Colodri.
Dort wurde erklärt, wie unterschiedlich die Ausrüstung ist, und man übte das Anlegen der Ausrüstung.
Der Klettersteig Colodri ist mit dem Schwierigkeitsgrad B/C bewertet und wird von den Bergschulen häufig mit größeren Gruppen begangen. Bei unserer Begehung waren nur wenige andere Klettersteiggeher unterwegs. Unterwegs mussten wir noch Alfreds Sonnenbrille bergen. So kam gleich noch das Sicherungsseil zum Einsatz. Vom Gipfel des Coldri aus hat man einen schönen Blick auf den Gardasee. Nach einer kurzen Pause ging es über den Wanderweg unterhalb der Burg zurück zum Apartment.

Wir verbrachten die beiden Abende in Arco und verlegten den Theorieteil kurzerhand in den Außenbereich des jeweiligen Restaurants.

2. Tag Klettersteige Ferrata Artpinistico delle Niere und Rio Salagoni

Klettersteig Ferrata Artpinistico delle Niere

Nach einem frühen Frühstück fuhren wir mit dem Vereinsbus etwa eine Stunde nach Preore.
Der „Künstler“-Klettersteig befindet sich am Monte Amolo, der bereits zur Brenta-Gruppe zugeordnet wird.
Da wir allein im Klettersteig waren, konnten wir ihn für die Ausbildung nutzen und Themen wie Klettertechnik oder das Begehen von Seilbrücken behandeln.

Das Besondere an diesem Klettersteig sind die vielen Kunstwerke. Alfred, der den Klettersteig schon mehrmals begangen hatte, kannte auch die etwas versteckten Kunstwerke. So war es ein abwechslungsreicher Vormittag im Steig.
Nach einer kurzen Rast führte uns der Weg erneut ins Sarchetal zurück.

Klettersteig Rio Salagoni

Für den Nachmittag hatten wir uns den Klettersteig Rio Salagoni vorgenommen.
Dieser hat einen ganz anderen Charakter, da die Felsen des Canyons vom Wasser blank poliert sind. Deshalb musste überwiegend auf künstlichen Tritthilfen gegangen werden.

Bei halber Strecke wurde eine Pause für eine Schulung eingelegt. Dafür bot sich die Kühle des Canyons an. Es ging um Rettungstechniken, die vorgestellt und anschließend in der Praxis geübt wurden.
Nach einer verdienten Pause in einem Café nahe des Ausstiegs ging es zurück zum Apartment.

3. Tag Rückfahrt und Klettersteig Val del Ri

Nachdem wir das Appartement ausgecheckt hatten, fuhren wir nach Mezzolombardo im Etschtal. Dort befindet sich in einem Seitental der Klettersteig Val del Ri, der mit C eingestuft ist. Schwierig sind die Quergänge in diesem Canyon. Aber das hatten wir ja schon vom Klettersteig Rio Salagoni kennengelernt.

Kurz nach dem Einstieg wurden wir von Einsatzkräften der örtlichen Bergwacht (Soccorso Alpino e Speleologico) überholt. Im Mittelteil des Klettersteigs war eine Person abgestürzt. Nach einer aufwendigen Bergung wurde der leicht Verletzte mit dem Hubschrauber abtransportiert.

 

Nach dieser erzwungenen Pause setzten wir unseren Weg in diesem eigentlich tollen Klettersteig fort.

Auf dem Rückweg ging es dann noch über eine freischwebende Fußgängerbrücke, die wir dieses Mal ungesichert begingen

Wir legten eine Pause im Ort Mezzolombardo ein und fuhren dann mit einem Tankstopp in Innsbruck zurück.

 

Der Einführungskurs kann auch gut am Gardasee über drei Tage durchgeführt werden. Das ist eine gute Option, wenn das Wetter in unserer Region mal wieder nicht mitspielt. Ein tolles Klettererlebnis auf leichten Klettersteigen ging viel zu schnell zu Ende.

 

Die Teilnehmer: Brigitte H., Helga R., Reinhard B. und Alfred G. (zur Kursunterstützung) sowie Martin Götz (Tourenleiter)