KS Einführungskurs II_2_KS S'Schustagangl_Variante Knieschladerer_ | © DAV Gangkofen/Martin Götz_KS Einführungskurs II_2_KS S'Schustagangl_Variante Knieschladerer

Klettersteig Einführungskurs II

mit Stützpunkt in unserem Haus in Unken

05.07.2026

Unterwegs mit der Gruppe „Nimmersatt“, denn am ersten Kurstag wurden gleich vier Klettersteige absolviert.

Am zweiten Kurstag folgte der Klettersteig „S’Schustagangl“ bei „Ausbildungswetter“, nämlich bei leichtem Regen.

1. Kurstag: Zwei Klettersteige in Weißbach bei Lofer und zwei Klettersteige bei St. Adolari

Zum Glück hatte das Café am Treffpunkt in Weißbach bei Lofer schon vor 8 Uhr geöffnet. So konnte das Kennenlernen der Teilnehmer bei einer Tasse Kaffee in gemütlicher Atmosphäre stattfinden.

Danach wurde auf dem Parkplatz die Leihausrüstung ausgeteilt und die vorhandene Ausrüstung überprüft. Die darauffolgende Besprechung der Vor- und Nachteile bzw. der Verwendung der einzelnen Ausrüstungsteile nahm dann doch eine längere Zeit in Anspruch.

Klettersteig 1 Gams Kitz

Dieser Klettersteig bietet für den Einstieg ins Klettersteiggehen einige interessante Abschnitte, darunter eine kurze Stelle zum Abklettern und eine kurze Zwei-Seil-Brücke.

Aufgrund des verzögerten Starts waren zwei Familien bereits vor uns im ersten Klettersteig, dem Gams Kitz, und wir mussten im oberen Abschnitt etwas warten.

Klettersteig 2 Zahme Gams

Zur Mittagspause kehrten wir wieder im Café ein. Danach ging es zum zweiten Klettersteig.

Im Klettersteig 'Zahme Gams' gibt es seit diesem Jahr eine neue Variante mit der Schwierigkeit C. Deren vertikale Passagen bereiten gleich einige Mühe.

Unser 'Stützpunkt' für den ersten Tag: Café Auvogel

Anschließend gingen wir zum dritten Mal ins Café, um uns für die weiteren Klettersteige zu stärken. 

Nach der Stärkung fuhren wir Richtung Prillersee.

In der Nähe von St. Adolari befindet sich ein Klettergarten, in dem es seit diesem Jahr zusätzlich zu dem bereits vorhandenen Klettersteig drei neue Klettersteige gibt.

 

Klettersteig 3 Adolari Nr. 1

Zuerst begingen wir den Klettersteig Nr. 1 mit der Schwierigkeit C (inklusive einer kurzen Stelle C/D sowie zwei kurzen Steg- bzw. Seilbrücken).

Dieser Klettersteig ist mit vielen künstlichen Steighilfen sehr „kinderfreundlich” ausgestattet. So fiel allen dieser Klettersteig leichter als die Zahme Gams.

Klettersteig 4 Adolari Nr. 4

Laut Topo war es möglich, auf dem Abstiegsweg noch einen der drei neuen Klettersteige zu erreichen.

Der Klettersteig Nr. 4 war dann zwar kurz.

Aber er war um einiges ansprechender. Denn dort gab es kaum Tritthilfen. Oder sie waren nur dort vorhanden, wo sie nötig waren.

Dass diese Steige neu sind, fiel unter anderem dadurch negativ auf, dass viele Steine im und am Steig lose waren.

Glücklicherweise entwickelten alle Teilnehmer sehr schnell ein Gespür dafür, welche Steine locker sein könnten. Sonst hätte Schlimmeres passieren können.

Nach vier Klettersteigen ging es ins sektionseigene Haus in Unken. Nach dem Bezug des Hauses wurde in einer nahen Gaststätte zu Abend gegessen.

Bei toller Gitarrenmusik mit vielstimmiger Begleitung klang im Haus Unken ein erlebnisreicher Tag aus.

 

 

2. Kurstag Klettersteig S’Schustagangl an der Steinplatte bei leichtem Regen

Vor Kursbeginn standen für den zweiten Kurstag drei Klettersteige zur Auswahl. Am Abend fiel die Wahl der Teilnehmer schließlich auf den Klettersteig „S’Schustagangl” an der Steinplatte.

Über die Mautstraße fuhren wir zum Parkplatz unterhalb der Stallenalm hoch.

Zustieg über dem Gamssteig

Entsprechend dem guten Leistungsstand der Gruppe wurde als Zustieg der etwas schwierigere, aber dafür um einiges abwechslungsreichere Gamssteig gewählt.

Im Klettersteig S'Schustagangl mit Variante 'Knieschladerer'

Als wir am Anlegeplatz unterhalb des Klettersteigs ankamen, begann es unerwartet zu regnen.

Weder die Wetterprognosen noch das Regenradar hatten für diese Uhrzeit Regen angezeigt. Da es anfänglich nur leicht regnete, wurde beschlossen, in den Steig einzusteigen.

Für alle Teilnehmer war es eine neue Erfahrung, die Tritte auf dem nassen Felsen korrekt zu setzen. Alle meisterten diese zusätzliche Herausforderung mit Bravour.

Somit war klar, dass die zusätzliche Variante ‚Der Knieschladerer‘ mit Schwierigkeit C/D wenig Mühe bereiten würde. So kam es dann auch.

Abstieg via Zettensteig

Nach einer kurzen Rast am Gipfel mit obligatorischem Gipfelfoto wurde wegen der Nässe eine Planänderung beschlossen. Anstatt den kurzen Abstiegsklettersteig an der Aussichtsplattform zu nehmen, der im Abstieg bei Nässe unangenehm gewesen wäre, wurde der ‚Schnellabstieg‘ über den Zettensteig gewählt.

Dies stellte sich als sehr gute Wahl heraus, da der Steig gut begehbar war und sehr abwechslungsreich mit kurzen seilversicherten Stellen und einer einfachen Leiter nach unten führte.

Unten angekommen, ließ sich auch wieder die Sonne blicken, sodass wir in leichter Bekleidung auf dem Normalweg zurück zur Stallenalm marschierten.

Nach einer ausgiebigen Mittagspause auf der Stallenalm ging es noch einmal zurück nach Unken, um das Haus zu reinigen und die deponierte Ausrüstung abzuholen.

 

Zwei tolle Kurstage mit ebenso tollen Teilnehmern gingen viel zu schnell zu Ende.

Jetzt steht für die Teilnehmer an, sich selbst auf einen Klettersteig zu wagen, um dort ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

 

Die Teilnehmer: Severin P., Florian S., Quirin S., Matthias M., Adrian L. und Franz S. (Kursunterstützung) sowie Martin Götz (Kursleiter)