KS Astegg_Klettersteig mit wenigen künstlichen Tritten | © DAV Gangkofen/Martin Götz_KS Mayrhofen_KS Astegg_Klettersteig mit wenigen künstlichen Tritten

Talnahe Klettersteige in Mayrhofen

Drei Klettersteige auf einen Streich – so kann die Saison beginnen!

01.05.2026

Fünf Mitglieder der Sektion Gangkofen trafen sehr zeitig am Parkplatz in Zimmereben bei Mayrhofen ein. Von dort aus ging es in voller Ausrüstung gleich zum Einstieg des ersten Klettersteigs Huterlaner, den der Tourenleiter Martin Götz für den Start ausgewählt hatte. Es sollten noch zwei weitere Klettersteige folgen.

Der Huterlaner Klettersteig wartet mit der Schwierigkeit C/D auf und führt durch den für die Zillertaler Alpen typischen Gneis. Nach nur eineinviertel Stunden erreichten wir den Ausstieg.

Der Ausstieg befindet unterhallb des Gasthofs Zimmereben, und gleich am Ausstieg legten wir eine kurze Pause ein.

Diese Pause wurde für eine „Maniküre” genutzt. Dabei wurden jedoch nicht die Fingernägel bearbeitet, sondern die Spitzen der Arbeitshandschuhe abgeschnitten. So wurden aus einfachen Arbeitshandschuhen brauchbare Klettersteighandschuhe.

Aufgrund der frühen Stunde entschieden wir uns, den Astegg-Klettersteig dranzuhängen, dessen Einstieg sich wenige Gehminuten oberhalb des Gasthofs befindet.

Der Huterlaner Klettersteig ist, um es so zu sagen, kindgerecht ausgeführt. Das heißt, es befinden sich viele künstliche Tritthilfen im Steig, von denen viele so hoch angebracht sind, dass sie für Erwachsene schwierig zu verwenden sind. Im Gegensatz dazu weist der Astegg-Klettersteig nur sehr wenige künstliche Tritte auf. Obwohl er nur die Schwierigkeitsstufe C/D hat und viele Passagen deutlich leichter sind, machte es viel mehr Spaß, diesen Steig zu begehen, da man sich viel am Fels bewegt. Gerade der Gneis bietet einen guten Halt für die Schuhe.

Nach einer Pause beim Aufstieg ging es im Sauseschritt hinab zum Parkplatz. Unser Tourenleiter hatte uns nämlich eine Einkehr mit Essen im Talbachstüberl versprochen.

Als wir dort ankamen, waren wir zunächst unsicher, ob wir einen Platz bekommen würden, da wegen des schönen Wetters viele Einheimische und Urlauber diesen Ort für ihre Mittagspause ausgewählt hatten. Nach einer kleinen Stärkung machten wir uns daran, den dritten Klettersteig an diesem Tag zu begehen.

 

Der Talbach-Klettersteig führt auf der orografisch linken Seite am Wasserfall hoch. Beim Zustieg und beim Ausstieg müssen zwei Nepalbrücken (Seilbrücken mit nur drei Seilen, eines davon für die Füße) gequert werden.

Gleich die unterste Sektion ist als Testsektion in drei Abschnitten aufgebaut. Von Felsabschnitt zu Felsabschnitt steigt die Schwierigkeit von A–A/B über B–B/C bis hin zu D–D/E. Vor jedem Abschnitt kann man aussteigen. Alle trauten sich auch den letzten Abschnitt zu. Da die Schwierigkeit überwiegend aus einer horizontalen, stark überhängenden Querung ohne Tritte bestand, wäre man im Falle eines Sturzes nur ins Freie gefallen. Da der Fels nur wenige Meter hoch ist, wäre ein Ablassen leicht möglich gewesen. Und alle meisterten diese Abschnitte.

Danach ging es äußerst abwechslungsreich immer auf der Seite des Wasserfalls hinauf.

 

Am Ende war, wie bereits erwähnt, noch eine Seilbrücke zu queren. Diese Brücke war deutlich länger als die erste, zudem hatten die Seile einen starken Durchhang. Alle überquerten die Brücke daher mit Bedacht, um die Seile nicht zum Schwingen zu bringen. Aber auch diese Schwierigkeit wurde von allen gemeistert.

Nach einem kurzen Abstieg kehrten wir nochmals im Stüberl ein, um den tollen Klettersteigtag ausklingen zu lassen.

Danach stand noch die lange Autofahrt zurück nach Gangkofen bevor, bei der glücklicherweise kein Urlauberverkehr für einen Stau sorgte.

Nach drei Klettersteigen an einem Tag kann die Saison gerne so weitergehen.

Die Teilnehmer: Christina M., Veronika M., Christian G., Martin S. und Martin Götz (Tourenleiter)