© (DAV Gangkofen) Eichen-Hainbuchenbestand begründet auf Weisung von König Maximilian II.  aus dem Jahr 1860

Wanderung im bunten Herbstwald

23.10.2026

Eine abwechslungsreiche und informative Wanderung durch den herbstlich bunten Laubmischwald im Staatsforst Eberspoint unternahm eine DAV-Gruppe unter Führung von Förster Franz Blümel.

Mischwälder, so der Förster, sind sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoller als Monokulturen. Ökologisch wegen der höheren Artenvielfalt, ökonomisch wegen der größeren Angebotspalette und der höheren Betriebssicherheit. Dies gelte besonders in Zeiten des Klimawandels.
In einem 150-jährigen Eichen-Hainbuchenbestand ging Franz Blümel näher auf die Baumart Eiche ein. Eine mitgebrachte Baumscheibe einer Funiereiche aus dem Spessart mit 30 cm Radius wies 3oo Jahrringe mit jeweils circa 1 mm auf. Die 1983 gefällte Eiche hatte also etwa im Jahr 1680 zu wachsen begonnen. Auf unseren wüchsigen Böden wächst die Eiche mindestens doppelt so schnell.
Eine kleine Kugel auf einem Eichenblatt halbierte der Förster vorsichtig. Im Zentrum des hellen Inhalts war ein schwarzer Punkt zu sehen, der sich innerhalb einer Minute zu einem Insekt ausbreitete, das nach einem kurzen Spaziergang auf des Försters Hand davonflog. Eine Eichengallwespe, die gerade aus ihrem „Kinderzimmer“ geholt wurde.
In einem Feuchtgebiet hinter dem Waldweiher war ein in Auflösung befindlicher Eschenbestand mit stark geschwächten und dürren Kronen zu sehen. Die Ursache hierfür so Franz Blümel sei nicht der Klimawandel, sondern ein aus Asien eingeschleppter Pilz.
Besonders beeindruckt waren die Wanderer von den Gruppen mächtiger Douglasien, die immer wieder entlang des Wegs zu sehen waren.

Nur eines fehlte an diesem kurzweiligen Nachmittag: die Sonne, die die bunte Farbenpalette zum Blühen gebracht hätte.