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Zwei Tage auf dem Stahlhaus

29.09.2023

10 Mitglieder der Sektion verbrachten zwei Wandertage auf dem Stahlhaus

Die Anreise am Freitag erfolgte mit dem Vereinsbus und Privat-PKW und das Wetter für den ersten Tag versprach gut zu werden. Bei der Anfahrt herrschte anfangs noch Nebel und die Temperatur war recht frisch. Aber bei der Ankunft am Parkplatz Hinterbrand strahlte bereits die Sonne vom wolkenlosen Himmel und uns wurde beim Aufstieg zum Stahlhaus schnell warm. Zwei Mitglieder der Gruppe fuhren mit der Bahn hoch um ihre Kräfte und die Knie etwas zu schonen. Am Stahlhaus(1736 m) angekommen trafen wir unser „ Seilbahnfahrer“ und konnten auch gleich unsere Zimmer beziehen und die Rucksäcke für die Tour zum Hohen Brett (2340 m) umpacken. Nach einer kurzen Pause brachen wir auf Richtung Hohes Brett. Der Weg führte erst über einen schönen Steig und einige durchaus anspruchsvolle, seilversicherte Stellen auf den breiten, langgezogenen Rücken des Gipfels. Dann ging es noch ein Stück bergauf, immer den Markierungen und Trittspuren auf dem felsdurchsetzten Wiesenhang folgend. Am Gipfelkreuz angekommen genossen wir bei sommerlichen Temperaturen das Panorama der umliegenden Berge und unsere Brotzeit.

Da die Wetterprognose für Samstag eher durchwachsen war wurden nach dem Abendessen eifrig die verschiedenen Wetter-Apps der Handys befragt. Nachts und am frühen Morgen sollte es regnen, dann aber besser werden. Also vertagten wir die Entscheidung, ob wir am Samstag wie geplant die Kleine Reibn über Schneibstein (2276 m) und Seeleinsee (1809 m) zum Parkplatz Hinterbrand gehen oder uns eine Alternative überlegen, auf den nächsten Tag.

Am Samstagmorgen waren der Schneibstein und alle umliegenden Gipfel in Wolken gehüllt, aus dem Tal stieg Nebel auf und es regnete. Wieder wurden die Apps zu Rate gezogen und auch Erkundigungen beim Hüttenwirt eingeholt. Die Prognose war dass es aufhört zu regnen und gegen Mittag die Sonne durchkommt. Nachdem es tatsächlich aufhörte zu regnen brachen wir um viertel nach Neun zur geplanten Tour „Kleine Reibn“ auf, in der Hoffnung dass wir spätestens auf dem Gipfel freie Sicht haben und beim Abstieg über den Seeleinsee die Sonne die doch recht frischen Temperaturen etwas aufwärmt.

Der Aufstieg zum Gipfel erwies sich als sehr anspruchsvoll da der Weg durch den nächtlichen Regen ziemlich „batzig“ war und sich die Kombination aus verschmutzten Schuhsohlen und nassen Felsen als äußerst rutschig erwies. Dadurch brauchten wir für den Aufstieg länger als gedacht und leider riss es auch nicht wie erhofft auf als wir den Gipfel erreichten. Aber wenigsten regnete es nicht. Wir beschränkten uns jedoch auf eine kurze Fotopause und machten uns gleich an den Abstieg Richtung Seeleinsee. Auch hier war wieder Konzentration und Vorsicht gefordert da der Steig an manchen Stellen sehr rutschig war. Gegen 13.00 Uhr riss die Wolken- und Nebelschicht tatsächlich auf, allerdings zeigte sich die Sonne nur für wenige Minuten. Trotzdem legten wir eine kurze Brotzeitpause ein ehe wir den Abstieg fortsetzten. Der Weg zog sich noch ganz schön in die Länge so dass wir erst gegen 18.00 Uhr den Parkplatz erreichten. Nach einer Einkehr im Gasthaus Vorderbrand traten wir die Heimfahrt an.

Trotz des eher durchwachsenen Wetters am zweiten Tag waren es sehr gelungene zwei Berg Tage und wir hatten alle viel Spaß. Unser Dank gilt Marianne für die Organisation, Werner für die Tourenleitung und Otto fürs „Kutschieren“.