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Sommertour zum Großen Rachel

16.08.2021

Senioren trotzten der Hitze und der längeren Wegstrecke

Bei schwül warmem Wetter machte sich eine Seniorengruppe der DAV-Sektion Gangkofen von Spiegelau aus auf den Weg zum Großen Rachel im Bayerischen Wald. Eigentlich sollte es eine kurze Wanderung vom Gfäll Parkplatz aus werden, doch schon bei der Vorerkundung hatte man festgestellt, dass der Busverkehr dorthin wegen Straßenbauarbeiten eingestellt war. Dadurch verlängerte sich die zurückzulegende Wegstrecke von 11 auf 17 km. Aber auch die Zahl der zu überwindenden Höhenmeter stieg um ca 200 auf 700 Höhenmeter, was für Senioren im Alter von bis zu 80 Jahren insbesondere angesichts der großen Hitze keine Kleinigkeit war. Die 6 km nach Gfäll waren Dank der noch kühleren Temperaturen und dem schattenspendenden Wald noch recht angenehm. Kräftezehrend war dann jedoch der steile Anstieg zum Waldschmidthaus. Doch mit einigen Verschnaufpausen konnte auch dies bewältigt werden.

 

Die Pausen nutzte Förster Franz Blümel, um den Wanderern einiges Wissenswerte über die Entstehungsgeschichte des Nationalparks und dessen Aufgaben zu erzählen. Er erklärte aber auch die Bedeutung des Waldes für die frühe Glasindustrie im Bayerischen Wald. Zum Schmelzen von Quarz brauchte man viel Holzkohle. Aber auch für die Gewinnung von Pottasche, die zur Senkung des Schmelzpunktes von Quarz benötigt wurde, war viel Holz erforderlich. Er ging aber auch auf die schwierige Holzbringung ein, die früher soweit möglich durch Drift auf dem Wasserweg erfolgte. Um 1900 hielt die Schiene Einzug im Bayerischen Wald. Auf vielen Kilometern Schmalspurbahnen brachte man das Holz zu den Bahnhöfen.

Eine längere Rast legten die Wanderer am unbewirtschafteten Waldschmidthaus ein, ehe man gestärkt den Gipfel des Großen Rachel auf 1453 Metern „erstürmte „.

(auf dem Gipfel des Rachel)

An der Rachelkapelle genoss man den herrlichen Blick auf den Rachelsee, auf den man dann abstieg.

(bei der Rachelkapelle)

Nachdem die Senioren eine Weile die Ruhe am Rachelsee genossen hatten, führte ihr Weg weiter hinab zur Racheldiensthütte zu einer gemütlichen Einkehr, ehe es mit dem Bus zurück nach Spiegelau ging.

(am Rachelsee)

Trotz der großen Hitze und der langen Wegstrecke war es eine gemütliche Tour mit sehr vielen humorvollen Momenten, die die Teilnehmer nicht überforderte.

Dank der umsichtigen Führung durch Resi Bauer und Otto Reimer kamen, mit Ausnahme von einem Paar Wanderschuhen, alle wohlbehalten ins Tal zurück.

Teilnehmer bei der Racheltour waren: Elisabeth u. Franz Bl, Egon P, Otto Th, Albert Z, Otto R und Sepp u. Resi B

(Aussichtsturm Föhrauffilz)